Es gibt immer wieder "modische" Krankheiten. Aktuell können dazu auch die Allergien gezählt werden. So gibt es in den USA auch bereits "Allergiekits" zur Selbsttestung - und tatsächlich staunt man dann, auf wieviele Stoffe man allergisch sein soll. Dies ist natürlich grober Unfug.
Besteht aber tatsächlich eine allergische Erkrankung, so ist die erste Handlung, die auslösende Ursache zu entfernen. Dies ist nebenstehend an der sehr häufigen Hausstaub-Allergie dargestellt.
Hausstaubmilben sind überall dort anzutreffen, wo Menschen und Tiere sich aufhalten. Sie ernähren sich bevorzugt von deren abgeschilferten Hautschuppen, wobei der Tagesbedarf einer Million Milben durch einen
einzigen Menschen gedeckt wird.
Diese eigentlich harmlosen Tierchen leben bevorzugt an feucht-warmen Orten, wo sie sich massenhaft vermehren.
Die ideale Geburtsstätte einer Milbensiedlung ist daher das Bett. Vom Bett dehnt sich die wachsende Milbenbevölkerung über das gesamte Schlafzimmer und den weiteren Wohnraum aus. Die winzigen Kotbällchen dieser Tiere zerfallen an der Luft und werden leicht aufgewirbelt. Sie schweben als Bestandteile des Staubes in unserer Atemluft.
Nach dem Einatmen der Kotbällchen-Bestandteile werden Stoffe freigesetzt, die beim Allergie-Patienten eine heftige Abwehrreaktion auslösen. Häufige Beschwerden einer Hausstaubmilbenallergie sind dauerhafter Schnupfen oder aber Husten und Atemnot. Letzteres sind typische Asthma-Anzeichen. Sie treten bei Kinder und jungen Erwachsenen oft bereits an erster Stelle auf. Im Krankheitsverlauf kommt es schliesslich durch die anhaltende Reizung der Atemwege zu Entzündungsprozessen, die bei Allergikern langfristig zu einer Zerstörung des Lungengewebes führen können.