Da die Impfung für Masern-Mumps-Röteln als eher reich an Nebenwirkungen gilt, seien hier Daten zu dieser Impfung dargelegt.
Allergsche Rektion schwer
1 Fall auf 120'000
Allergischer Ausschlag
1 Fall auf 45'000
Fieberkrampf
1 Fall auf 35'000
Akutes Asthma
1 Fall auf 180'000
Enzephalitis (Hirnentzündung)
1 Fall auf 900'000
Todesfälle
1 Fall auf 1'800'000
Merke:
Schwere Nebenwirkungen einer Masern-Infektion:
Tod oder bleibender Hirnschaden:
1 Fall auf 12'000
Quelle:
Serious adverse events after measles-mumps-rubella vaccination during a fourteen-year prospective
follow-up. Patja A. et al. Pediatr Infect Dis J (2000); 19:1127-34
Jede Impfung soll den Körper zu einer eigenen Abwehrreaktion anregen. Damit können geringe Begleiterscheinungen einhergehen: leichtes Unwohlsein, Unruhe, Weinen oder Temperaturanstieg. Das ist in der Regel kein Grund zur Besorgnis. Einige Tropfen oder ein Zäpfchen Paracetamol (z.B. Dafalgan, Tylenol, Panadol, Ben-U-ron u.a.) können das Kind beruhigen und die Temperatur senken. Reaktionen an der Einstichstelle zeigen sich als schmerzhafte Rötung oder Schwellung, die nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Lassen Sie sich dadurch nicht beunruhigen, die Risiken sind bei Einhalten der vorgesehenen Impfstoffdosen sehr gering. Gehen die Erscheinungen über diese geringen Reaktionen hinaus, sollten Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt fragen.
Die Nebenwirkungen der DTP-Kombination sind in der Regel geringfügig. Ihr Kind kann unruhig werden und innerhalb von 24 Stunden nach der Spritze leichtes Fieber zeigen. Es ist ungewöhnlich, dass ein Kind nach der Impfung Fieberkrämpfe hat. Sollte dies trotzdem geschehen, erholt sich das Kind meist rasch und ohne Folgen. Das Risiko von ernsthaften Nebenwirkungen ist äusserst gering. Sehr sorgfältige Studien bei Millionen von geimpften Kindern haben bestätigt, dass ernsthafte Nebenwirkungen von Impfungen Ausnahmen sind und so selten vorkommen, dass deren Häufigkeit kaum genau festgestellt werden kann.
Diese Impfung ist sehr gut verträglich. Gelegentlich ist Unwohlsein oder leichtes Fieber festzustellen. Seit 1990 wurde dieser Impfstoff weltweit bei Millionen von Kindern angewendet. Dabei sind keine schweren Nebenwirkungen aufgetreten.
Die meisten Kinder fühlen sich nach der M+M+R-Impfung wohl. Leichtes Fieber, begleitet von einem vorübergehenden Ausschlag, kann nach fünf bis zwölf Tagen auftreten und etwa zwei bis drei Tage dauern. Sehr selten sind, ca. drei Wochen nach der M+M+R-Impfung, schwache Symptome von Mumps (Schwellung im Bereich der Kieferwinkel) festzustellen. Alle diese Reaktionen verschwinden rasch wieder, und keine davon ist ansteckend. Schwerwiegende Reaktionen auf die M+M+R-Impfung, wie Krämpfe, starkes Fieber oder Hirnhautentzündung, sind sehr selten (weniger als 1 Fall auf 100'000 Impfungen). Das Risiko solcher Reaktionen ist beim natürlichen Verlauf dieser Krankheiten sehr viel grösser als bei einer Impfung. Millionen von Kindern in Europa und den USA wurden bereits während vielen Jahren gegen M+M+R geimpft. In den Ländern, die sehr umfassend impfen (Schweden, Finnland, Holland, USA), sind diese Krankheiten sehr selten geworden. Um sie total zum Verschwinden zu bringen, muss ein sehr grosser Teil der Bevölkerung geimpft sein.
Diese Impfung wird meistens sehr gut vertragen. Sehr selten kann die Schluckimpfung zu einer Impfpoliomyelitis führen (ca. ein Fall auf 750000 Geimpfte).
Am häufigsten werden lokale Reaktionen an der Einstichstelle beobachtet. Diese können mit Schmerzen oder leichtem Fieber einhergehen. Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen sind sehr selten möglich.
Das Risiko einer schweren Komplikation durch eine Impfung ist äusserst klein. Die Risiken bei einer natürlichen Erkrankung sind wesentlich grösser. Diese Aussage bleibt auch gültig, wenn die Zahl der Erkrankungen durch das Impfprogramm zurückgehen. Manche Eltern sind über mögliche schwerwiegende Nebenwirkungen der Impfungen beunruhigt. Die Impfstoffe wurden jedoch bereits bei Millionen von Kindern mit grossem Erfolg angewendet.
Sie sollten vor jeder Impfung Ihre Ärztin / Ihren Arzt informieren, wenn Ihr Kind
Obwohl es nur sehr wenige ernsthafte Gründe gibt, nicht zu impfen, hört man diesbezüglich oft falsche Aussagen. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.
Allgemein lässt sich sagen, dass die Impfung eines Kindes eine Frage der Risikoabschätzung ist. Es fragt sich also: ist die natürlich erworbene Krankheit gefährlicher für das Kind oder sind die Nebenwirkungen der Impfung wesentlicher.
Dieselbe Frage stellen Sie sich als Eltern, wenn Sie sich entscheiden, ob Sie Ihr Kind im Auto angurten wollen oder nicht. Auch hier weiss man, dass das Angurten in den allermeisten Fällen die Verletzungen bei Unfällen verringern kann, auch wenn Einzelfälle vorkommen, wo ein Gurt Schaden angerichtet hat