Die Blutentnahme ist für viele Menschen mit unangenehmen Erinnerungen verbunden. Unsere Mitarbeiterinnen sind aber auch "schwierige Venen" gewohnt, und immer mehr können Analysen auch durch Fingerblut (die sog. kapilläre Blutentnahme) gewonnen werden.
Patienten mit starker Angst vor der Blutentnahme kann etwa 2 Stunden vor der Durchführung eine spezielles anästhesierendes Pflaster aufgeklebt werden.
Wenn Sie bei Blutentnahmen zu Schwindel oder sogar Kollaps neigen, zögern Sie nicht, uns dies mitzuteilen. In zahlreichen Fällen nehmen wir das Blut auch im Liegen ab.
Die aktuelle Gefahr für das Praxislabor (Sie haben sicher in den Medien davon erfahren, dass die Vergütungen für Leistungen des Praxislabor z.T. um über 50% gesenkt werden sollen) bringt das System der Hausarztmedizin ernsthaft ins Wanken. Das Labor als wichtiges diagnostisches Instrument wird uns damit praktisch verunmöglicht. Man könnte aus Spargründen auch dem Automechaniker die Hebebühne oder dem Maler das Gerüst aus Sparmassnahmen verbieten - der Vergleich mag unsinnig tönen, die Massnahme bezüglich des Praxislabors ist es nicht minder.
Aus diesem Grund gingdie Ärzteschaft und die ebenfalls stark betroffenen Medizinischen Praxisassistentinnen am 1. April 2009 zum Streik nach Bern.
Laboranalysen, eingesetzt neben der Befragung des Patienten und er körperlichen Untersuchung, leisten als zusätzliche Hilfmittel einen ganz wichtigen Beitrag in der Diagnose einer Krankheit und in der Überwachung des Verlaufes.
Dank dem Praxiseigenen Labor (sogenannte Präsenzdiagnostik) können die Resultate, welche meist schon nach 10 bis 20 Minuten vorliegen, sofort in die Therapieplanung einbezogen werden. Dies macht die Therapie des Patienten rationell, schnell und nicht zuletzt auch kostengünstig - es braucht keine zweite Konsultation nur aufgrund von fehlenden Laborwerten..



